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Liebe Freundinnen und Freunde des Nationalparks Schwarzwald, diese Seite wird nicht mehr aktualisiert! 

 

In Zukunft finden Sie alle wichtigen Informationen auf dieser Seite http://www.nordschwarzwald-nationalpark.de. Selbstverständlich wird der NABU das Thema Nationalpark Schwarzwald auch weiterhin begleiten unter: http://baden-wuerttemberg.nabu.de/themen/biosphaerengebietundnationalpark/.

 



Jubel in Stuttgart: 
Landtag beschließt Nationalpark Schwarzwald!

 

28.11.2013 - Herzklopfen, Erleichterung, riesige Freude – mit diesen Emotionen haben Naturfreundinnen und -freunde die heutige Abstimmung über den Nationalpark Schwarzwald im baden-württembergischen Landtag erlebt. „Jetzt ist es amtlich: Der erste Nationalpark Baden-Württembergs kommt. Im Namen der Menschen, Tiere und Pflanzen im Nordschwarzwald sowie unserer zwei Millionen Mitglieder und Förderer sagen wir Danke. Der Landtag hat heute die historische Chance genutzt, einen weißen Fleck auf der Landkarte der Nationalparke Deutschlands zu tilgen“, sagten die Vertreter des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald (FNS), von NABU, BUND, Greenpeace und WWF am Donnerstag bei einer gemeinsamen Aktion vor dem Landtagsgebäude in Stuttgart.

 

Nach der Abstimmung entrollten die fünf Umweltverbände in einer gemeinsamen Aktion ein sechs Meter breites Banner mit den Worten „Mensch und Natur sagen DANKE“. Gemeinsam mit Minister Alexander Bonde und den Abgeordneten, die dem Gesetz zugestimmt hatten, sammelten sich die Aktiven um das Banner, um den Augenblick festzuhalten und die Entscheidung zu feiern.

 

Die Vertreter von FNS, NABU, BUND, Greenpeace und WWF bedankten sich bei allen Unterstützern der Nationalparkidee: „Wir wissen, dass der lange Weg zum Nationalpark nicht nur uns sehr viel Kraft gekostet hat. Deshalb danken wir neben unseren eigenen Leuten auch den Menschen in den Gemeinden, in der Verwaltung und im Parlament sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die für den Nationalpark eingetreten sind – auch wenn sie dafür allzu oft ausgepfiffen, geschnitten und beschimpft wurden.“

 

An CDU-Fraktionschef Peter Hauk richteten die Verbände den Appell, den Nationalpark nicht weiter zu torpedieren und die Aufbruchstimmung im Nordschwarzwald zu unterstützen. „Herr Hauk, hören Sie auf, den Nationalpark zu bekämpfen. Nutzen Sie die Chancen, die er bietet, und schaden Sie unserem Land und dem Nordschwarzwald nicht!“ Die Verbände riefen alle Menschen, Parteien und Organisationen im Land auf, den Nationalpark gemeinsam auszugestalten und zu einem Erfolgsprojekt für Mensch und Natur zu machen.

 

 

 

   


23.11. 2013:

 

NABU-Landesvertreter-Versammlung in Bühl: 

 

      

 

Die 200 Teilnehmer der NABU-Landesvertreterversammlung bilden ein großes Herz, halten ihre Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "Nationalpark Schwarzwald" in die Höhe sowie drei Banner mit der Aufschrift "Unser Herz schlägt für den Nationalpark". Mit dieser Fotoaktion zeigten die Delegierten eindrücklich: „Unser Herz schlägt für den Nationalpark!“

Die NABU-Landesvertreterversammlung sandte am Wochenende auch noch einmal einen Appell an die Politik. Das höchste Gremium des NABU-Landesverbandes Baden-Württemberg verabschiedete eine Resolution zum geplanten Nationalpark, in der sie alle Landtagsfraktionen auffordern, dem Gesetz am Donnerstag zuzustimmen und damit den ersten Nationalpark Baden-Württembergs einzurichten.

 



        


28. Oktober 2013: 

 

Auszeichnung als "Projekt des Jahres" der UN-Dekade Biologische Vielfalt

 

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) zeichnete den Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald und der NABU Baden-Württemberg als "Projekt des Jahres" der UN-Dekade Biologische Vielfalt aut. Mit der Auszeichnung würdigte Altmaier den Einsatz der Akteure für die Einrichtung des ersten Nationalparks in Baden-Württemberg. Aus terminlichen Gründen konnte Minister Altmaier kurzfristig den Preis nicht persönlich übergeben. Er stellte jedoch ein Treffen mit den Preisträgern in Berlin in Aussicht.

 

v.l.n.r.: Dr. Christiane Schell (Bundesamt für Naturschutz), Heidrun Zeus (Freundeskreis), Dr. Christian Köppel (Freundeskreis), Prof. Dr. Hartmut Vogtmann (Deutscher Naturschutzring), Hannes Huber (NABU), Ingrid Eberhardt-Schad (NABU), Thomas Fritz (Freundeskreis), Carsten Dufft (Deutscher Olympischer Sportbund), Dr. Elsa Nickel (Bundesumweltministerium), Karl-Ernst Rothfuß (Freundeskreis)

  

NABU und Freundeskreis zur Auszeichnung: 

 

„Danke für diese Anerkennung unseres Engagements für den ersten Nationalpark Baden-Württembergs. Das motiviert uns für den Endspurt im Rennen um den Nationalpark und gibt uns neue Kraft“, sagten Freundeskreis-Sprecher Thomas Fritz und NABU-Naturschutzreferentin Ingrid Eberhardt-Schad bei der Preisverleihung in Osnabrück. „Wir verstehen diese Auszeichnung als Auftrag, unsere Arbeit fortzuführen – im Namen der vielen Menschen, die für uns abgestimmt haben, im Namen der Experten der Jury und im Namen von Bundesumweltminister Altmaier.“

Besonders freuen sich Freundeskreis und NABU, dass CDU-Minister Altmaier neben dem allgemeinen Engagement insbesondere auch die Dialogoffenheit der Nationalparkbefürworter lobte. „Das bestärkt uns, dass wir mit unserer Strategie, auf die Kritiker zuzugehen und den Dialog zu suchen, richtig lagen. Auch wenn die Gegner unsere offenen Türen immer wieder zugeschlagen haben und sich dem Dialog verweigert haben“, sagen Fritz und Eberhardt-Schad. So habe die Organisation der Nationalparkgegner „Unser Nordschwarzwald“ die Einladung zu Gesprächen mit dem Hinweis ausgeschlagen, es gebe einen Vorstandsbeschluss, wonach sich die Gegner „nicht mit Nationalparkbefürwortern an einen Tisch setzen“.

Dass ausgerechnet ein CDU-Minister das Engagement für den Nationalpark auszeichnet, macht aus Sicht von Freundeskreis und NABU einmal mehr deutlich, dass der Nationalpark keine parteipolitische Farbe trägt. „Wurzeln und Stamm des Nationalparks sind schwarz, die Äste rot, die Blätter grün. Und auch einige gelbe Blättchen gibt es, weil selbst FDP-Anhänger in der Region für den Nationalpark eintreten. Das heißt: Der Nationalpark ist ein Projekt aller Baden-Württemberger – gleich welcher politischer Couleur“, sagen Fritz und Eberhardt-Schad. Zudem diene der Nationalpark auch dazu, das von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgegebene Ziel zu erreichen: In fünf Prozent der deutschen Wäldern Natur Natur sein zu lassen. Eine neue Studie des Bundesamtes für Naturschutz hat im Oktober ergeben, dass insbesondere der Südwesten von diesem Ziel meilenweit entfernt ist.

 

Zur Meldung

Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

 


23.10.2013
 

1. Lesung des Nationalparkgesetzes im Landtag

 
Der Landtag von Baden-Württemberg debattierte heute in 1. Lesung das geplante Nationalparkgesetz. Die Fraktionen von CDU und FDP kündigten im Anschluss an die Sitzung an, den Gesetzentwurf so nicht mittragen zu wollen.

 
Der NABU fordert die CDU-Fraktion auf, den geplanten Nationalpark im Schwarzwald mitzutragen: 

 

Der NABU begrüßt das von Minister Alexander Bonde eingebrachte Gesetz zum Nationalpark Schwarzwald und fordert die Fraktionen auf, mit breiter Mehrheit zuzustimmen. „Minister Bonde hat die Bevölkerung umfassend in die Diskussion einbezogen und die Wünsche, Forderungen und Sorgen der Menschen in der Region so weit wie möglich aufgenommen. Ergebnis ist ein Kompromiss, dem nun alle Seiten zustimmen können sollten. Wir wünschen uns, dass der Nationalpark nicht nur von Grünen und SPD, sondern auch von CDU und FDP getragen wird – als echtes, gemeinsames Baden-Württemberg-Projekt“, sagte der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann im Anschluss an die heutige erste Lesung des Nationalparkgesetzes.

Die Kritik der CDU zielt in den Augen des NABU ins Leere. Auf der einen Seite bemängle sie die mangelnde Beteiligung der Region, auf der anderen Seite fordere sie schon jetzt fertige Konzepte vom Ministerium. „Fehlende Detailregelungen sind keine Bedrohung, sondern einen Chance für die Region. Es ist gut, dass das Ministerium nicht jetzt schon alle Details festlegt, sondern diese Regelungen dem Nationalparkrat überlässt. Dort werden Land und Region gemeinsam entscheiden. Und genau das ist es doch, was auch die CDU will“, sagt Baumann. Management- und Tourismusplanungen müssten vor Ort und unter Beteiligung der Kommunen und der regionalen Verbände erarbeitet werden, sobald der Nationalpark und seine Strukturen eingerichtet sind.

Baumann wirft der CDU zudem mangelnde Kompromissbereitschaft vor. „Sobald die Regierung die Hürden der CDU-Fraktion von gestern übersprungen hat, baut die CDU neue auf. Das ist unlauter, unkonstruktiv und unwürdig.“ So habe die CDU vor Monaten gefordert, der Nationalpark müsse größtenteils über 800 Meter liegen. Nachdem dies nun erreicht ist, solle er plötzlich über 900 Meter liegen. Die CDU habe über Monate gegen den Nationalpark agitiert und Ängste geschürt. „Wir hoffen, dass die CDU nun auf der Zielgeraden noch auf die Nationalparkspur einschwenkt und ebenfalls mit Ja stimmt“, sagte Baumann.

 


 

08.10.2013
 

Kabinett verabschiedet Nationalparkgesetz

 
Der Nationalpark hat eine entscheidende Hürde genommen: Die grün-rote Landesregierung hat das Nationalparkgesetz im Kabinett verabschiedet und zur Beratung und Abstimmung an den Landtag weitergeleitet.

 
Zur Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg

 

 

Die Bewertung des NABU: 

 

Der NABU Baden-Württemberg begrüßt das heute vom Kabinett verabschiedete Gesetz zum Nationalpark Schwarzwald und trägt die darin eingearbeiteten Kompromisse mit. „Das Tor zum Nationalpark steht damit weit offen – das ist eine gute Nachricht für Sperlingskauz, Dreizehenspecht und Co. Darüber freuen wir uns beim NABU“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. Die Landesregierung sei in dem Gesetz sowohl den Kritikern vor Ort als auch der Opposition weit entgegen gekommen. „Das respektieren wir, auch wenn einzelne Regelungen zu naturschutzfachlichen Vorgaben, zur Kulisse oder der Finanzierung nicht so ausgefallen sind, wie wir uns das gewünscht haben. Ich hoffe, dass sich jetzt auch Kritiker und Opposition kompromissbereit zeigen“, sagt Baumann.

Dass einige Nationalparkkritiker jährliche Kosten für den Nationalpark von 7,2 Millionen Euro für zu hoch halten, stößt beim NABU auf Unverständnis. „Auf der Dauerbaustelle der A8 würde dieses Geld gerade mal dafür reichen, 750 Meter dreispurig auszubauen. Das sollte uns die Sicherung der biologischen Vielfalt und damit unserer Lebensgrundlagen wert sein“, sagt Baumann.

Bei der Finanzierung könne der NABU „zähneknirschend“ akzeptieren, dass ab 2016 sechs Millionen Euro aus dem Naturschutzhaushalt für den Nationalpark verwendet werden. Zugleich appelliert der NABU an Finanzminister Nils Schmid, für 2015 eine Anschubfinanzierung sicherzustellen, die nicht den Naturschutzhaushalt belastet. „Der Nationalpark dient nicht nur dem Naturschutz, sondern ist zugleich ein Investitionsprogramm für die Region und den Tourismus. Das muss sich auch in seiner Finanzierung niederschlagen“, sagt Baumann.

 


 

 

29.08.2013, NABU Baden-Württemberg

 

Zwei Drittel sind für den Nationalpark Schwarzwald

Neue forsa-Umfrage zeigt deutliche Zustimmung im Nordschwarzwald und in ganz Baden-Württemberg / NABU-Chef Baumann: „Klarer Auftrag an den Landtag“

 

Stuttgart – Mehr als zwei Drittel der Menschen in Baden-Württemberg begrüßen die Einrichtung des Nationalparks Schwarzwald. Auch im Nordschwarzwald spricht sich eine klare Mehrheit dafür aus. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter 1.001 Baden-Württembergern und Baden-Württembergerinnen, die das forsa-Institut in der zweiten Augusthälfte im Auftrag des NABU Baden-Württemberg durchgeführt hat. Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage 2012 ist die Zustimmung um einige Prozentpunkte angewachsen. Jetzt bewerten 69 Prozent der Befragten den Nationalpark als „gut“ oder „sehr gut“, 2012 waren es noch 65 Prozent. Nur neun Prozent sprechen sich mit „schlecht“ klar gegen den Nationalpark aus.

„Eine deutliche Mehrheit im Nordschwarzwald und in ganz Baden-Württemberg möchte den Nationalpark Schwarzwald. Das ist keine Behauptung, sondern Tatsache“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. „Dieses Meinungsbild ist ein klarer Arbeitsauftrag an die Abgeordneten im Landtag, die Ende des Jahres über das Nationalparkgesetz entscheiden werden: Unser Land und die Menschen darin sind reif für den ersten Nationalpark. Die Zeit der parteipolitischen Spielchen um den Nationalpark muss jetzt endlich vorbei sein.“

Die Nationalparkbefürworter sind unter den Anhängerinnen und Anhängern aller drei großen Parteien in der deutlichen Überzahl. Unter den Unterstützern und Unterstützerinnen der CDU und der SPD findet jeweils eine klare Mehrheit von 65 Prozent die Einrichtung des Nationalparks „gut“ oder „sehr gut“. Bei den Grünen-Anhängern sind es sogar 74 Prozent. „Ich hoffe sehr, dass das der CDU-Fraktion zu denken gibt, von der ich immer wieder gehört habe, dass ‚die Menschen‘ den Nationalpark nicht wollen. Herr Hauk, dem ist nicht so!“, sagt Baumann. Ein Nationalpark stünde der CDU gut zu Gesicht. Der NABU werbe weiter dafür, den Nationalpark nicht als grün-rotes Projekt, sondern parteiübergreifend als „Baden-Württemberg-Projekt“ zu verstehen.

Klare Mehrheiten für den Nationalpark gibt es in allen Altersstufen: Bei den unter 45-Jährigen ist die Zustimmung mit 78 Prozent am größten, bei den über 60-Jährigen mit 58 Prozent immer noch deutlich. Auch von denen im Zuge der Erhebung befragten Bewohnerinnen und Bewohner der Landkreise Freudenstadt, Rastatt, Calw, Ortenaukreis und Baden-Baden sprechen sich 59 Prozent klar für den Nationalpark aus. Nur 16 Prozent bewerten hier die Nationalparkidee als „schlecht“. Da die Gesamtzahl der in der Region Befragten im Zuge dieser Umfrage nicht sehr groß war, sind diese Teilergebnisse mit einer gewissen Unschärfe behaftet. Dennoch zeigt sich ein klarer Trend zugunsten des Nationalparks. „Die neuen Zahlen zeigen noch einmal deutlich, dass die Bürgerbefragungen, die einzelne Gemeinden angestrengt haben, kein Gesamtbild zeichnen. Sie konnten nur ein Mosaikstein für die Gesamtbewertung sein“, betont der NABU-Landeschef.

 

29.08.2013    
Die vollständigen Ergebnisse der aktuellen forsa-Umfrage     

 

 

 


 

15.08.2013

 

Bürger-Anhörungsverfahren beendet

 

Der Anhörungsprozess zum Nationalparkgesetz ist beendet: Vom 18. Juni bis zum 15. August konnte über das Online-Beteiligungsportal der Landesregierung der Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Nationalparks Schwarzwald eingesehen und kommentiert werden. Über 400 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich online an dem Anhörungsverfahren – so viele wie nie zuvor. Jetzt liegt der Ball beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), die Eingaben auszuwerten und das Gesetz aufgrund der Eingaben gegebenenfalls zu ändern. Im Anschluss wird es erneut im Kabinett beraten, ehe es diesen Herbst dann zur Abstimmung ins Parlament gehen wird. Das Landesnaturschutzgesetz sieht in § 27 vor, dass Nationalparke in Baden-Württemberg durch ein Landesgesetz eingerichtet werden müssen. NABU-Landeschef Andre Baumann zog ein positives Fazit der Kommentar-Phase und bezeichnete das Anhörungsverfahren als „vorbildlichen Prozess“.  Zum Gesetzentwurf

 

 

 


24.06.2013

 

Gesetzentwurf und Bürgerbeteiligungsplattform sind online

 

Der Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Nationalparks Schwarzwald, der vergangene Woche vom Ministerrat für das Anhörungsverfahren freigegeben worden ist, kann ab heute über das Online-Beteiligungsportal der Landesregierung eingesehen und kommentiert werden. Er beinhaltet den rechtlichen Rahmen, die räumliche Abgrenzung und die Verwaltungsstruktur des Nationalparks. Er verankert zudem den Bestandsschutz bestehender Einrichtungen innerhalb der Gebietskulisse und regelt das Borkenkäfermanagement im Park.

 Ab sofort bis zum 13. August 2013 besteht die Möglichkeit, zum Gesetzentwurf Stellung zu nehmen und Anmerkungen, Anregungen oder Änderungsvorschläge mitzuteilen. 

Die Online-Plattform ist allen interessierten Bürgerinnen und Bürger zugänglich. 

„Zahlreiche Anregungen, das Wissen und die Erfahrungen der Menschen aus der Region sind bereits mit in den jetzt vorliegenden Gesetzentwurf eingeflossen“, sagte der Naturschutzminister Alexander Bonde. Zum Gesetzentwurf

 

 


14.06.2013

 

Angela Merkel fordert "mehr Wildnis in Wäldern"

 

In einer Videobotschaft anlässlich der Einweihung des Naturerbe-Zentrums Prora auf Rügen am 18. Mai bekennt sich die Kanzlerin klar zu dem Ziel, bis zum Jahr 2020 fünf Prozent der heimischen Wälder in "Wildnis" zu verwandeln: Der Natur soll dort Raum gegeben werden, sich ohne menschlichen Eingriff "völlig frei zu entwickeln". Dieses Ziel dürfte ohne einen Nationalpark im waldreichsten Bundesland kaum zu realisieren sein.

Die Kanzlerin weiß um die kontrovers geführte Debatte. Sie betont jedoch: "Dieses ist ein nicht immer unumstrittenes Projekt, aber von außerordentlicher Wichtigkeit, wenn es darum geht, Menschen mit unserer Natur vertraut zu machen." 

Zum Video-Podcast

 

 


 

04.06.2013

 

Gebietskulisse für den geplanten Nationalpark steht

 

Die gewählten Staatswaldflächen liegen auf Gemarkung der Gemeinden Oppenau, Ottenhöfen und Seebach (Ortenaukreis), Baiersbronn (Kreis Freudenstadt) sowie Forbach (Kreis Rastatt). Außerdem der vom Gemeinderat der Stadt Baden-Baden zur Verfügung gestellte Kommunalwald sowie unter Vorbehalt der Zustimmung des dortigen Gemeinderates eine vom Oberbürgermeister angebotene Kommunalwaldfläche der Stadt Bühl. Der komplette Vorschlag soll noch im Juni vom Kabinett beraten werden. Bis zur Verabschiedung des für die Einrichtung des Nationalparks erforderlichen Landesgesetzes durch den Landtag seien Veränderungen möglich, erläuterte Minister Bonde auf der heutigen Pressekonferenz. Bürgerinnen und Bürger können den Vorschlag auf dem Beteiligungsportal Baden-Württemberg kommentieren und sich beteiligen: https://beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/

 

Der NABU Baden-Württemberg begrüßt die Flächenauswahl als guten Kompromiss. Als Zeichen des Respekts vor der Bürgerschaft bewertet Dr. Andre Baumann, der Landesvorsitzende des NABU Baden-Württemberg, dass fünf der sieben Kommunen, die sich in Bürgerbefragungen gegen einen Nationalpark ausgesprochen haben, nicht Teil der Nationalparkkulisse sind. Außerdem sei man Baiersbronn entgegengekommen. Besonders freut sich der NABU über den Vorschlag, die von der Stadt Baden-Baden zur Verfügung gestellten Kommunalwaldflächen in die Kulisse aufzunehmen. Mit den bestehenden Wildnis- und Luchspfaden biete sich der Plättig als Portal im Norden des Nationalparks an.

 

geplante Nationalpark-Kulisse (Kartenansicht)

 

 


 

13.05.2013

 

Bürgerbefragungen sind Mosaikstein für Gesamtbewertung

 

 

Die Ergebnisse der repräsentativen Emnid-Umfrage sowie die Ergebnisse der Bürgerbefragungen sind ausgewertet. Die Bürgerbefragung umfasste die sieben Landkreise Baiersbronn, Bad Herrenalb, Bad Wildbad, Enzklösterle, Forbach, Freudenstadt und Seewald. Dort waren 50.000 Einwohner ab 16 Jahren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die vom WWF und dem Freundeskreis Nationalpark Nordschwarzwald in Auftrag gegebene, repräsentative Emnid-Umfrage untersuchte das Stimmungsbild in den Kreisen Freudenstadt, Calw, Rastatt, Ortenau und Baden-Baden. Die Bürgerbefragungen sind dabei mehrheitlich gegen den Nationalpark ausgefallen bei einer Wahlbeteiligung zwischen 16 und 78 Prozent. Dagegen hat die Emnid-Umfrage ergeben, dass fast doppelt so viele der befragten Menschen den Nationalpark befürworten wie ablehnen.

 

"Dass sich Bürgerinnen und Bürger einzelner Gemeinde gegen den Nationalpark ausgesprochen haben, bedauere ich", sagt der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. Andererseits hätten sich andere Kommunen, die in der aktuellen Umfrage nicht berücksichtigt wurden, bereits deutlich für einen Nationalpark ausgesprochen.

Diese Ergebnisse zeigen also: Das Resultat einzelner Bürgerbefragungen lässt sich nicht auf die gesamte Region oder gar auf ganz Baden-Württemberg übertragen. Bürgerbefragungen stellen nur ein Mosaiksteinchen in der Gesamtbewertung des Projektes dar. Denn der Nationalpark Nordschwarzwald ist ein echtes Baden-Württemberg-Projekt von weit überregionaler Bedeutung. "Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass der Nationalpark für die Natur, für die Wirtschaft und nicht zuletzt für die Menschen der Region riesige Chancen eröffnet", resümiert Baumann.

 

Der NABU wird seine Überzeugungsarbeit fortsetzen und dabei weiterhin auf Argumente und Sachverstand setzen. Die jüngsten Äußerungen der Nationalparkgegner, wonach nur Emotionen zählten, Fakten aber zweitrangig seien, sprächen für sich, so Baumann. Aus Sicht des NABU steht das Land nun vor der Aufgabe, wie beschlossen eine Abgrenzung des Nationalparks vorzuschlagen. Diese müsse sich vor allem an naturschutzfachlichen Kriterien orientieren. Die Ergebnisse der aktuellen Bürgerbefragungen sollten darin wie alle anderen Erkenntnisse über Tourismus, wirtschaftliche Entwicklung und forstwirtschaftliche Erfordernisse einfließen.

 

Emnid-Umfrage als PDF

 


 08.04.2013

Gutachten lässt Herzen höher schlagen

Das Nationalpark-Gutachten ist da! Der Inhalt in einem Satz: Der Nationalpark ist eine riesige Chance für die Natur, für den Tourismus und für die Region insgesamt. Zehn Aktive des NABU haben heute gemeinsam mit drei Vertretern des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald aus Baiersbronn vor dem Stuttgarter Landtag unter dem Motto „Unser Herz schlägt für den Nationalpark“ ein klares Zeichen gesetzt. Als Hirsch, Schaf, Maus, Fuchs und Blume kostümiert begrüßten die NABU-Aktiven Politiker und Pressevertreter und überreichten Lebkuchenherzen mit der Aufschrift „Nationalpark Schwarzwald“.

 

Das sagt der NABU dazu: „Der Nationalpark ist für die Natur, für die Region und für die Wirtschaft im Nordschwarzwald eine riesige Chance – das zeigt das große Gutachten nun auch schwarz auf weiß. Die im Vorfeld ausführlich diskutierten Sorgen haben die Gutachter entweder ganz entkräftet oder stark relativiert. Damit ist klar: Der Nationalpark als echtes ‚Baden-Württemberg-Projekt‘ kann kommen! Jetzt geht es noch darum, wo der Nationalpark eingerichtet wird und welche Region wirklich zum Zuge kommt, um diese Großchance zu nutzen. Unser NABU-Herz schlägt schon lange für den Nationalpark. Nach der Lektüre des Gutachtens schlägt es jetzt noch höher“, sagt Dr. Andre Baumann, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg.

 

Hier geht's zur Info des Ministeriums über das Gutachten: www.schwarzwald-nationalpark.de (Download auf der rechten Seite unten).

 

4. April 2013, Schwarzwälder Bote

Freundeskreis Nationalpark als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet

Eine besondere Würdigung gab es für den Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald mit der Auszeichnung zum offiziellen Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt.Die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl überreichte die Urkunde und lobte das Engagement des Freundeskreises für die Einrichtung des Nationalparks Schwarzwald. Zur Meldung

 

  

14. März 2013, in eigener Sache 

NABU und Freundeskreis zeichnen Fotografen aus

Der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald und der NABU haben am 14. März 2013 die Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs „Mein Schwarzwald“ ausgezeichnet. Schauspielerin und Jury-Mitglied Ursula Cantieni überreichte in Freudenstadt-Kniebis im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Preise. Mit dem Foto „Morgenstimmung an der Hornisgrinde“ belegte Christian Maisenbacher aus Neubulach den ersten Platz. Es folgten Erich Tomschi aus Mötzingen und Hans-Dieter Roth aus Bad-Rippoldsau-Schapbach auf den Plätzen 2 und 3. Knapp 1.000 Fotos waren bei NABU und Freundeskreis eingegangen. Sie hatten den Wettbewerb in ihrem Nationalpark-Magazin „Mein Schwarzwald“ ausgelobt. Mehr ...

 

Hier gibts die Gewinnerbilder zu sehen.

 


 

 

07.03.2013, NABU Baden-Württemberg

NABU stellt Fachbeiträge zum Nationalpark Schwarzwald vor - Renommierte Wissenschaftler schreiben zu Naturschutz, Recht und Waldbau

Der NABU Baden-Württemberg hat eine neue Broschüre vorgestellt, die sechs Beiträge renommierter Wissenschaftler zum geplanten Nationalpark im Nordschwarzwald enthält. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Auswirkungen das Großschutzgebiet für die Natur und speziell für die biologische Vielfalt hätte. „Wir alle warten gespannt auf das große Gutachten des Landes zum Nationalpark. Da von verschiedenen Seiten jedoch immer wieder ‚Studien‘ und ‚Gutachten‘ ins Feld geführt werden, die vom wissenschaftlichen Standpunkt äußert fragwürdig sind, haben wir führende Wissenschaftler um ihre Expertise gebeten“, erklärte der Vorsitzende des NABU Baden-Württemberg, Dr. Andre Baumann bei der Vorstellung der Broschüre am heutigen Donnerstag in Stuttgart.

 

Hier finden Sie weitere Infos und können die Broschüre als PDF herunterladen.

 

 

 


 

 

12.12.2012, Greenpeace (+ NABU)

Neue Forsa-Umfrage: 65 Prozent der Nordschwarzwälder sind für einen Nationalpark

Das Forsa-Institut befragte im Auftrag von Greenpeace in einer repräsentativen Umfrage im Zeitraum vom 7. bis 15. November 2012 Menschen aus den Landkreisen Freudenstadt, Rastatt, Claw und Ortenaukreis zur Einrichtung des Nationalparks im Nordschwarzwald. Ergebniss: Quer durch alle Parteien, durch alle Altersgruppen und (fast) unabhänig vom Geschlecht sind rund zwei Drittel der Menschen in der Region für einen Nationalpark!

Zu den Umfrageergebnissen

Zur Pressemitteilung von Greenpeace

Zur Reaktion des NABU

 


 

05.12.2012, in eigener Sache

Ergebnispräsentation der Arbeitskreise: DANKE statt Demo!

 

 

„Danke schön an alle Mitglieder der regionalen Arbeitskreise!“ – Postkarten mit dieser Botschaft überreichten Vertreter von NABU und Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald den Mitgliedern der Arbeitskreise zu Beginn der heutigen Ergebnispräsentation in Freudenstadt.

Zum PDF der Postkarte

Zur Pressemitteilung von NABU und Freundeskreis (PDF)

 


 

 

22.11.2012, Stuttgarter Nachrichten

Oettinger für großen Nationalpark

Die Reihe prominenter CDU-Politiker, die einen Nationalpark im Nordschwarzwald befürworten, wird zusehends länger: Nun spricht sich auch der frühere Ministerpräsident Günther Oettinger für das umstrittene Projekt aus. „Im Grundsatz glaube ich, dass auch in Baden-Württemberg wie in der Mehrzahl der anderen deutschen Bundesländer ein Nationalpark möglich sein sollte“, sagte der frühere Regierungs- und CDU-Chef auf Anfrage unserer Zeitung. Zum Zeitungsbericht

 

 

 


 

 

16.11.2012, Pressemitteilungen

Christdemokraten unterzeichnen Erklärung pro Nationalpark

Oliver Rastetter, Dieter Klotz, Hans-Jochen Henke, Günther-Martin Pauli (von links) beim Unterzeichnen der Erklärung pro Nationalpark im Schliffkopfhotel

Eine Gruppe von - teilweise sehr prominenten - CDU-Politikern und Wirtschaftsvertretern hat am heutigen Freitag (16. November 2012) eine Erklärung unterzeichnet, mit der sie für einen Nationalpark im Schwarzwald eintreten. „Wir setzen uns für die Einrichtung eines Nationalparks Schwarzwald ein – aus Verantwortung für die Schöpfung und als Beitrag zur Förderung der Wirtschaft im Schwarzwald“, erklärten die Unterzeichner. „Wir sind der Überzeugung, dass die Natur, die Menschen und die Wirtschaft im Nordschwarzwald einen neuen, kraftvollen Impuls verdient haben.“

 


 

 

05.10.2012, in eigener Sache

WALDLAND-Magazin macht Lust auf Schwarzwald und Nationalpark

 

WALDLAND – so heißt das neue Magazin des NABU und des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald, das informiert und zugleich Lust macht auf den Schwarzwald und den Nationalpark. WALDLAND beleuchtet die Nationalparkidee von allen Seiten. Neben Naturschützern stellen auch Förster, Privatwaldbesitzer, Schäfer, Hoteliers, Kulturschaffende, Wanderer und Tourismusexperten ihren persönlichen Blickwinkel vor. Ministerpräsident Kretschmann hat ein Grußwort beigesteuert.

 

WALDLAND geht in diesen Tagen an alle Haushalte der Nationalparkregion und liegt in der Region aus.

Hier finden Sie mehr Infos, das Magazin als PDF und eine Bestellmöglichkeit.

 

 

Außerdem brandneu:
Postkartenserie "Grüße aus dem Nationalpark Schwarzwald, ..." - hier gibt's alle Infos dazu.